Vom 6. Oktober bis 2. November 2025 steht der Schienenverkehr am Arlberg vor einer großen Herausforderung: Aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten wird die Bahnverbindung zwischen Vorarlberg und Tirol vollständig gesperrt. Damit ist eine der wichtigsten Ost-West-Achsen im österreichischen Schienennetz vorübergehend unterbrochen.
Güterverkehr über Deutschland umgeleitet
Während der Sperrung erfolgt die Umleitung des innerösterreichischen Bahnverkehrs über Deutschland. Die Reise- und Güterzüge der ÖBB verkehren in dieser Zeit von Bludenz über Wolfurt – Bregenz – Lindau – Hergatz – Kißlegg – Leutkirch – Memmingen – Buchloe – München – Kufstein und zurück.
Besonders anspruchsvoll ist dabei der Abschnitt zwischen Hergatz und Buchloe, der nur eingleisig befahrbar ist. Zugkreuzungen und längere Wartezeiten lassen sich tagsüber kaum vermeiden – umso wichtiger sind präzise Koordination, betriebliche Erfahrung und ein hohes Maß an Flexibilität.
Eine alternative Umleitungsroute über die zweigleisige, aber nicht elektrifizierte Strecke Lindau – Immenstadt – Kempten – Buchloe steht 2025 aufgrund paralleler Bauarbeiten nicht zur Verfügung.
MEV und Rail Cargo Group sorgen für reibungslose Abläufe
In dieser komplexen betrieblichen Situation übernehmen die MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft mbH und die Rail Cargo Group gemeinsam Verantwortung für den reibungslosen Ablauf des Güterverkehrs.
Unsere Lokführerinnen und Lokführer sind speziell auf den Einsatz entlang der Umleitungsstrecke vorbereitet und sorgen dafür, dass die Transportketten zuverlässig fortgeführt werden.
Mit fundiertem Streckenwissen, klarer Einsatzplanung und enger Abstimmung zwischen allen Beteiligten leisten MEV und die Rail Cargo Group einen wichtigen Beitrag, um den grenzüberschreitenden Schienengüterverkehr während der Bauphase aufrechtzuerhalten.
Dank an alle Beteiligten
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Kolleginnen und Kollegen, die mit Flexibilität, Einsatzbereitschaft und Teamgeist zum Erfolg des Projekts beitragen.
Ihr Engagement zeigt, dass leistungsfähiger Güterverkehr auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist – und dass Zuverlässigkeit auf der Schiene kein Zufall ist, sondern das Ergebnis präziser Planung und starker Partnerschaften.