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Mit MEV zum Weltrekord
Als Vertreter der MEV Independent Railway Services, die sich finanziell am Weltrekordversuch von Siemens Dispolok beteiligt hat, waren Herr Ludewig, Herr di Benedetto und Herr Oberthür am ersten Septembersamstag unter den zahlreichen Gästen live an der Strecke zwischen Kinding und Allersberg, als der „Rasende Stier“ – der Taurus 1216 050-5 unter Führung von Alexander Dworaczek – einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Lokomotiven aufstellte.
Damit kommt der Taurus mit einer über mehrere Kilometer der ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Ingolstadt gehaltenen Geschwindigkeit von 357 km/h als schnellste E-Lok im klassischen Sinne unter dem Datum 02.09.2006 ins nächste „Guinness-Buch der Rekorde“.
Die sowohl für Schnell- als auch für Güterzüge konstruierte Maschine übertraf dabei die seit 1955 für einzelne Elektrolokomotiven gültige Bestmarke von knapp 331 km/h der französischen Lok BB-9004.
Der absolute Rekord für Schienenfahrzeuge wird allerdings nach wie vor vom französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV gehalten: Der Triebwagenzug erreichte am 18. Mai 1990 zwischen Paris und Lyon ein Tempo von 515,3 km/h.
Für Siemens ist der neue Rekord nicht nur ein Werbeerfolg, sondern auch ein Tribut an die Firmentradition: Schließlich war es Unternehmensgründer Werner von Siemens, der vor mehr als 120 Jahren die erste elektrische Lokomotive der Welt konstruierte.
Wer weiß – vielleicht kommt der nächste Rekord aus dem Haus MEV?
Elke Roßberg-Wiltschko
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